Gespräch
vor Verbot.
Bildschirmzeit, Apps und Kindersicherung für Familien – klar bewertet mit der MedienAmpel. Kostenlos, werbefrei, unabhängig.

Empfehlungen auf Basis von KIM 2024, JIM 2025, WHO, AAP und BVKJ – kein Cookie-Banner, keine Registrierung.

Tippen Sie eine App ein – TikTok, Roblox, WhatsApp, Fortnite … und die Ampel zeigt sofort, was sie für das gewählte Alter bedeutet.
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Das MedienAmpel-Prinzip

So funktioniert unsere Orientierung

Statt pauschaler Verbote: drei klare Signale, die Ihnen helfen, für Ihr Kind die richtigen Entscheidungen zu treffen.

  1. Rot – noch zu früh

    Nutzungsformen und Inhalte, die wir für diese Altersgruppe nicht empfehlen – zu komplex, zu früh oder mit bekannten Risiken verbunden.

  2. Gelb – gemeinsam prüfen

    Inhalte, die Sie gemeinsam mit Ihrem Kind entdecken und begleiten sollten. Nicht falsch – aber mit elterlicher Aufmerksamkeit sinnvoller.

  3. Grün – empfohlen

    Apps, Inhalte und Nutzungsformen, die wir für diese Altersgruppe klar empfehlen. Gut geeignet, altersgerecht und erprobt.

Empfehlungen nach Entwicklungsstand

Was ist in welchem Alter sinnvoll?

Jedes Alter bringt andere Chancen und andere Risiken. Wählen Sie die Altersgruppe Ihres Kindes.

👶

Babys & Kleinkinder (0–3 Jahre)

Gehirnentwicklung hat oberste Priorität – Bildschirme so wenig wie möglich.

Bildschirmzeit
Bis 18 Monate: keine
Ausnahme: Videotelefonat mit Bezugspersonen (z.B. Großeltern).

18 Mon. – 3 Jahre: max. 30 Min./Tag, immer mit Elternteil zusammen.
Warum das wichtig ist
Echte Welt zuerst
  • Sprache lernt sich durch echte Gespräche
  • Motorik braucht physische Erfahrungen
  • Bindung entsteht durch Präsenz
  • Bildschirm ersetzt keine Bezugsperson
Wenn doch Bildschirm
Gemeinsam schauen
  • Inhalte kommentieren und erklären
  • Nie als Beruhigungsmittel einsetzen
  • Nie allein schauen lassen
  • Schlaf- und Essenszeiten bildschirmfrei
Videotelefonat mit Familie Kurze Lernvideos mit Elternteil YouTube ohne Begleitung Tablet als Beruhigungsmittel
🧒

Kindergartenkinder (3–6 Jahre)

Erstes bewusstes Medienerlebnis – Begleitung und klare Grenzen sind entscheidend.

Bildschirmzeit
Max. 30 Min./Tag
WHO und AAP empfehlen für 3–5-Jährige maximal 1 Stunde hochwertiger, begleiteter Inhalte täglich. Für Vorschulkinder empfehlen wir 30 Min. als Richtwert.
Empfohlene Apps
Altersgerechte Auswahl
  • Kikaninchen (KiKA, kostenlos)
  • Tonie-Box (Hörspiele, ohne Bildschirm)
  • Tigerbooks (interaktive Kinderbücher)
  • Tiptoi (Ravensburger, lernfördernd)
Elternregeln
Klare Struktur hilft
  • Feste Zeiten und Geräte-freie Zeiten
  • Schlafzimmer immer bildschirmfrei
  • Kein eigenes Gerät – Familientablet mit Kontrolle
  • Nach Bildschirmzeit: Bewegung einplanen
KiKA-Mediathek Hörspiele (Tonie) YouTube Kids (mit Filter) TikTok, Instagram Eigenes Smartphone
📚

Grundschulkinder (6–10 Jahre)

Medien werden Teil des Alltags – jetzt Grundregeln und Medienkompetenz aufbauen.

Bildschirmzeit
45–60 Min./Tag
Schule nicht mitgerechnet. An Wochenenden etwas flexibler, aber nicht grenzenlos. Hausaufgaben und Bewegung haben Vorrang.
Empfohlene Apps
Lernen & Entdecken
  • Anton (Lern-App, Schule)
  • Scratch Jr. (Programmieren)
  • BBC micro:bit (Technik)
  • Similo, Codenames Kids (Spiele)
Erste Regeln
Medienerziehung beginnt
  • Gemeinsam Medienvertrag aufsetzen
  • Fragen stellen: „Was hast du geschaut?"
  • Erste Gespräche über Fake News führen
  • Kein Smartphone bis 12 empfohlen
Anton Lern-App KiKA-Mediathek WhatsApp mit Elternteil YouTube Kids TikTok / Instagram Eigenes Smartphone
🎮

Tweens & frühe Teens (10–14 Jahre)

Social Media wird relevant – jetzt sind Gespräche wichtiger als Verbote.

Bildschirmzeit
1–2 Std./Tag
Freizeitmedien ohne Schulnutzung. Gaming, Social Media und Video separat betrachten. Qualität vor Quantität.
Social Media
Ab 13 – mit Begleitung
  • Instagram: erst ab 14, Konto auf privat
  • TikTok: stark algorithmisch, mit Risiken
  • WhatsApp: Gruppen-Mitgliedschaft prüfen
  • Gaming: Online-Kontakte im Blick behalten
Elternstrategie
Dialog statt Kontrolle
  • Interesse zeigen, nicht überwachen
  • Klare Regeln – gemeinsam festlegen
  • Cybermobbing besprechen
  • Screen Time / Digital Wellbeing nutzen
WhatsApp mit Elternteil Gaming mit Altersfreigabe Instagram (privat, ab 14) YouTube TikTok ohne Begleitung Ungefiltertes Internet
📲

Jugendliche (14+ Jahre)

Selbstständigkeit wächst – Medienkompetenz jetzt wirklich entscheidend.

Bildschirmzeit
Qualität entscheidet
Starre Grenzen funktionieren kaum noch. Gespräche über Nutzungsqualität sind wichtiger: Wofür wird Zeit verwendet? Wie fühlt man sich danach?
Wichtige Themen
Kritisches Denken fördern
  • Fake News und Desinformation erkennen
  • Datenschutz und digitale Spuren
  • KI-Tools – Chancen und Grenzen
  • Suchtverhalten und Social-Media-Druck
Elternrolle
Vertrauen und Gespräch
  • Aus Kontrolleur wird Gesprächspartner
  • Interesse zeigen ohne zu werten
  • Bei Problemen erreichbar bleiben
  • Eigenes Medienverhalten reflektieren
Instagram, WhatsApp YouTube, Streaming TikTok (Nutzungsdauer prüfen) KI-Tools (kritisch nutzen) Ungeschütztes Sexting Glücksspiel-Apps
Sofortige Hilfe

Ihr Kind ist von Cybermobbing betroffen?

Ruhig bleiben, Kind ernst nehmen, Beweise sichern – in dieser Reihenfolge. Unsere vollständige Anleitung führt Sie Schritt für Schritt durch alle Maßnahmen.

Vollständige Hilfsseite →
116 111
Nummer gegen Kummer (Kinder)
0800 111 0 550
Elterntelefon (kostenlos)
110
Polizei (bei Straftat)
0800 111 0 111
Telefonseelsorge
Orientierung

Wie viel Bildschirmzeit ist okay?

Es gibt keine magische Zahl. Diese Empfehlungen basieren auf WHO, AAP und dem deutschen BVKJ (Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte). Schulische Nutzung zählt nicht dazu.

Wichtiger als die Menge: Was schaut das Kind? Mit wem? Wie fühlt es sich danach? Qualität vor Quantität.
Bildschirmfreie Zeiten – immer: beim Essen, eine Stunde vor dem Schlafen, im Schlafzimmer.
Zum Bildschirmzeit-Rechner →
Alter
Empfehlung
Hinweis
0–2 Jahre
Keine
Außer Videotelefonat mit Bezugsperson
6–9 Jahre
45–60 Min.
Keine Bildschirmzeit vor Hausaufgaben
14+ Jahre
Qualitätsfokus
Gespräch über Nutzung wichtiger als Kontrolle

Auszug – alle fünf Altersstufen samt interaktivem Rechner auf der Bildschirmzeit-Seite.

Praktische Anleitungen

Gerät in 10 Minuten kindersicher einrichten

Schritt-für-Schritt-Anleitungen für die gängigsten Geräte – klar und ohne Vorkenntnisse nutzbar.

Alle Anleitungen →
Plattform-Übersicht

Social Media – was Eltern wissen sollten

Keine Panik, aber Klarheit: Welche Plattformen eignen sich ab welchem Alter – und worauf sollten Eltern achten?

Instagram

Mindestalter 13. Konto auf privat stellen. Kommentare einschränken. Sensibel für Körperbild und Vergleichsdruck.

TikTok

Offiziell ab 13. Hochgradig algorithmisch – kann Weltbild stark beeinflussen. Bildschirmzeit begrenzen, For-You-Feed kritisch begleiten.

WhatsApp

Mindestalter 13, in der Praxis ab der weiterführenden Schule verbreitet. Gruppenregeln besprechen. Standort-Freigabe deaktivieren. Blaue Häkchen erklären.

YouTube

Für Kinder: YouTube Kids mit Altersfilter. Ab 10–12 reguläres YouTube mit SafeSearch. Kommentare und Vorschläge im Blick behalten.

Gespräch vor Verbot: Verbote erzeugen Gegendruck. Besser: Interesse zeigen, Plattformen gemeinsam entdecken und klar über Risiken sprechen. Kinder, die mit Eltern offen reden können, sind besser geschützt.
Alle Risiken & Schutzeinstellungen →
Neue Technologien

KI & Kinder – sachlich erklärt

Künstliche Intelligenz ist im Alltag angekommen – in Schulen, Apps und sozialen Netzwerken. Was Eltern wissen und besprechen sollten.

Wichtig für Schulen: KI-Tools wie ChatGPT dürfen in vielen Schulen nicht für Hausaufgaben genutzt werden. Klären Sie, was Ihre Schule erlaubt.
Deepfakes: Gefälschte Bilder und Videos von echten Personen – auch Kindern. Klären Sie auf, wie man sie erkennt.
Alle KI-Regeln für Familien →
🤖
ChatGPT & Co.

Nützlich für Recherche und Lernen – aber kein Ersatz für eigenes Denken. Ergebnisse immer prüfen. Für Kinder unter 13 nicht geeignet.

🎭
Deepfakes & Fake News

Bilder, Videos und Texte können gefälscht sein. Quellen immer prüfen. Wichtige Regel: Erst nachdenken, dann teilen.

💡
KI-Kompetenz aufbauen

Gemeinsam ausprobieren, Fragen stellen, über Fehler und Grenzen sprechen. KI-Kompetenz ist eine Schlüsselqualifikation für die Zukunft.

Regeln, die halten – schwarz auf weiß

Gemeinsam vereinbarte Regeln funktionieren besser als Verbote. Der Medienvertrag-Generator macht daraus in 5 Minuten ein Dokument, das Kind und Eltern unterschreiben – Regeln auswählen, ausdrucken, beide unterschreiben.

Medienvertrag erstellen →
Unser Medienvertrag

Aus „Mama hat gesagt“
wird „Wir haben vereinbart“.

Unterschrift Kind
Unterschrift Eltern

Was Eltern am häufigsten fragen

Oder finden Sie in 2 Minuten heraus, wo Ihre Familie steht:

🚦 Zum Eltern-Quiz →
Es gibt keine rechtliche Regelung – aber klare Empfehlungen: Vor dem 12. Lebensjahr ist ein eigenes Smartphone selten sinnvoll. Viele Experten und Elterninitiativen empfehlen, mit dem Erstgerät bis zur weiterführenden Schule zu warten. Bis dahin ist ein Familientablet mit Kindersicherung eine gute Alternative.
Die WHO empfiehlt: 0–2 Jahre gar keine, 3–5 Jahre max. 1 Stunde täglich. Ab Schulalter sind 1–1,5 Stunden Freizeit-Bildschirmzeit ein vernünftiger Rahmen. Wichtiger als die Menge ist die Qualität der Inhalte und ob das Kind danach ausgeglichen ist.
Das Mindestalter bei TikTok liegt bei 13 Jahren – aber die Altersverifikation ist leicht zu umgehen. Viele 10–12-Jährige nutzen TikTok deshalb trotzdem. Statt Verboten empfehlen wir: gemeinsam anschauen, über die Inhalte sprechen und den For-You-Feed aktiv mitgestalten.
Das Gefühl ist real – aber die Antwort ist komplexer. In vielen Klassen laufen tatsächlich wichtige Absprachen über WhatsApp-Gruppen. Ein Gespräch mit der Schule oder der Klassenleitung kann helfen. Alternativen wie WhatsApp (ab 12 mit Begleitung) decken den sozialen Bedarf oft besser als TikTok oder Instagram.
Ruhig bleiben und zuhören. Dem Kind glauben. Keine sofortigen Vorwürfe oder Geräteentzug – das verhindert, dass Kinder beim nächsten Mal erzählen. Beweise sichern (Screenshots), dann mit dem Kind gemeinsam entscheiden: Melden, Blockieren, Schulleitung oder Polizei einschalten. Unsere Cybermobbing-Seite führt Sie durch alle Schritte.
Heimliche Kontrolle beschädigt Vertrauen – und ist in den meisten Fällen auch nicht nötig. Offene Vereinbarungen (z.B. Eltern können das Gerät jederzeit gemeinsam anschauen) funktionieren besser. Technische Elternkontrollen wie Screen Time oder Family Link sind kein Ersatz für Gespräche, aber eine hilfreiche Ergänzung.
Transparenz

Wofür MedienAmpel steht

Evidenzbasiert (KIM 2024 · JIM 2025 · WHO · AAP · BVKJ)  ·  datenschutzkonform ohne Cookie-Banner  ·  unabhängig, werbefrei und kostenlos. Wie wir bewerten →

MedienAmpel ist kein Ersatz für professionelle pädagogische, medizinische oder rechtliche Beratung. Bei ernsthaften Problemen wenden Sie sich an die Nummer gegen Kummer (116 111) oder Fachleute vor Ort.