Familienregeln

Medienvertrag für Familien

Ein Medienvertrag ersetzt kein Gespräch. Er macht aber sichtbar, worauf sich alle einigen: Kinder und Erwachsene.

Aktualisiert: 28.04.2026Zum AusdruckenFür 6 bis 16 Jahre

Was in einen Medienvertrag gehört

  1. Wann und wie lange Medien genutzt werden.
  2. Welche Apps, Spiele und Plattformen erlaubt sind.
  3. Welche Daten, Fotos und Standorte privat bleiben.
  4. Was bei Streit, Mobbing oder komischen Inhalten passiert.
  5. Welche Regeln auch für Erwachsene gelten.

Die 5 Regeln, die wirklich tragen

Klar

Eine Regel ist kurz genug, dass ein Kind sie wiederholen kann.

Fair

Ausnahmen sind vorher benannt: Krankheit, Reise, Wochenende, Geburtstag.

Unbrauchbar

Regeln, die nur Strafe androhen, aber keinen sicheren Weg zum Erzählen lassen.

Vorlage für das Familiengespräch

BereichUnsere Regel
SchlafenszeitGeräte laden außerhalb des Schlafzimmers.
EssenKeine Handys am Tisch, auch nicht bei Eltern.
AppsNeue Apps werden gemeinsam geprüft.
ChatKeine Fotos anderer ohne Zustimmung.
ProblemeErzählen führt nicht automatisch zu Strafe.

Warum Eltern mit unterschreiben

Kinder akzeptieren Regeln leichter, wenn Erwachsene nicht nebenbei alles brechen. Ein guter Vertrag enthält deshalb auch Elternregeln: kein Scrollen beim Vorlesen, keine Handy-Unterbrechung beim Abendessen, keine Kinderfotos ohne Rücksprache.

Praxis-Tipp: Drucken Sie die Seite aus oder übertragen Sie die fünf wichtigsten Regeln handschriftlich. Handschrift wirkt verbindlicher als ein Dokument, das niemand wieder anschaut.

Wann Regeln geändert werden sollten

Nach Schulwechsel, erstem Smartphone, neuen Plattformen, Konflikten im Klassenchat oder deutlichen Veränderungen im Schlaf. Medienregeln sind kein Gerichtsurteil, sondern ein Familienwerkzeug.

Häufige Fragen

Soll der Vertrag Konsequenzen enthalten?

Ja, aber wenige und vorher vereinbarte. Sinnvoller als harte Strafen sind kurze Pausen, gemeinsames Nachjustieren und klare Wiedereinstiege.

Was gehört nicht in den Vertrag?

Keine Totalüberwachung, keine unrealistischen Versprechen und keine Regeln, die Eltern selbst sichtbar brechen.

Ab welchem Alter lohnt ein Medienvertrag?

Sobald Medien regelmäßig Streit auslösen oder ein eigenes Gerät geplant ist. Für jüngere Kinder reichen drei Familienregeln, für ältere Jugendliche eher gemeinsame Prinzipien.

Quellen und Vorlagen

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Die Eltern-Tools enthalten eine Kurzvorlage für Medienvertrag, Klassenchat-Regeln, App-Check und Notfallplan.

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