Wie viel Bildschirmzeit ist okay?
Es gibt keine magische Zahl – aber klare, evidenzbasierte Leitplanken von WHO, AAP und dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Stellen Sie unten das Alter Ihres Kindes ein.
Wie alt ist Ihr Kind?
Gemeint ist Freizeit-Bildschirmzeit – schulische Nutzung zählt nicht dazu. Quellen: WHO-Leitlinien, AAP, BVKJ.
Empfehlungen nach Alter
Grenzen, die ohne Streit funktionieren
Sechs Strategien, die sich in Familien bewährt haben – getestet im echten Alltag, nicht im Labor.
Beim Essen, im Schlafzimmer, eine Stunde vor dem Schlafen: feste Tabuzonen sind leichter durchzuhalten als ein Minutenkonto – und gelten für alle, auch die Eltern.
Ein Wochenbudget (z.B. 7 Stunden für ein 10-jähriges Kind) erlaubt einen Filmabend am Wochenende, ohne jeden Tag zu diskutieren. Das Kind lernt, sich Zeit einzuteilen.
„Noch eine Folge“ oder „noch eine Runde“ ist für Kinder greifbarer als „noch 12 Minuten“ – und vermeidet den Frust, mitten im Spiel abbrechen zu müssen.
Regeln, die das Kind mitentwickelt hat, werden eher eingehalten. Unser Medienvertrag-Generator macht daraus in 5 Minuten ein gemeinsames Dokument.
Kinder übernehmen, was sie sehen. Wer beim Abendessen selbst aufs Handy schaut, verliert jede Regel-Diskussion. Die eigene Nutzung ehrlich prüfen – das wirkt mehr als jedes Limit.
„In 10 Minuten ist Schluss“ wirkt besser als ein abrupter Abbruch. Noch besser: das Ende an etwas Konkretes koppeln – nach dieser Folge, nach diesem Level.
Wann wird es zu viel?
Nicht die Stundenzahl allein entscheidet, sondern was die Nutzung mit dem Kind macht. Diese Signale sind ein Anlass für ein ruhiges Gespräch – nicht für Panik oder sofortigen Entzug.
- Hobbys, Sport oder Freunde werden für Bildschirmzeit aufgegeben
- Starke Unruhe oder Wutausbrüche, wenn das Gerät weggelegt werden soll
- Schlafprobleme oder ständige Müdigkeit am Morgen
- Schulleistungen fallen über mehrere Wochen ab
- Heimliche Nutzung nachts oder bei Verboten
- Essen wird unregelmäßig oder nebenbei am Bildschirm eingenommen
- Das Kind wirkt nach der Nutzung regelmäßig gereizt oder bedrückt
Aus Empfehlung wird Vereinbarung
Halten Sie die Bildschirmzeit-Regeln gemeinsam mit Ihrem Kind schriftlich fest – unterschrieben von beiden Seiten.